Dinge sind die phantasmatische Entschuldung des Körpers, welche den Körper die Dinge begehren lässt, wovor die tautologische Dingverfassung einen prekären Schutz bietet.
Dinge "sind nicht wesentlich bloß das, was sie sind (»Die Realität ist ... auch nicht in den Dingen mit sich selbst identisch«), also nicht wesentlich tautologisch. Sie weisen vielmehr, symbolisch und konkretistisch zumal, auf den Körper zurück als dessen exkulpative Überbietung. Diese aber ist phantasmatisch und affiziert als Phantasma den Körper rück-wirkend wiederum soweitgehend, daß er diese seine tote Überbietung als er selbst, zugleich lebendig, zu sein begehrt (bis hin zum Grauen der Transsubstantiation). Also ist die den Dingen innewohnende wesentliche Differenz/Spaltung phantasmatisch, als Dingphantasma das Basisphantasma selbst; und die unwesentliche Identität (Tautologie) sodann doch die heilsame Absperrung dieser wesentlichen, letztlich tödlichen Phantasmatik (wenigstens die gebrauchssichernde passagere Absperrung derselben), immer um willen aber der Herrschaft der wesentlichen Differenzphantasmatik."
Korrespondenz mit Olaf Knellesen; in: Lectiones pathognosticae, 151
Düsseldorf: Psychoanalyse & Philosophie. 1999