Das Essen ist Anderenvernichtung, die sich im Körperinneren vollendet. Ergebnis sind die Exkremente, einerseits Dokumente der Vernichtungsgewalt der Verdauung, andererseits lebensrettende Manifestationen des Scheiterns des nutrimentalen Inzests.
"Die Exkremente bezeugen, fürs erste, die große Schmach, daß alles orale Begehren: das Einswerden mit dem Nahrungsmittel, korporell anfänglich ja mit dem Mutterkörper, arg versagt. Denn sie kommen auf als provokant versinnlichte Mahnmale eben dieser Differenz, des menschlichen Körpers und seiner alimentären Waren, des nutrimentalinzestuösen Scheiterns."
Schimpfwörter - aufgeklärt wider ihre besinnungslose Ubiquität; in: Pathognostische Studien XII, 168f.
Genealogica Bd. 45. Essen: Die Blaue Eule. 2013