Pathognostik versteht sich als Genealogie und wendet sich gegen die Trennung von Genesis und Geltung, indem das objektiv Gegebene auf seine inneren Entstehungsbedingungen befragt wird.
"Genealogie bezweckt, die menschlichen Hervorbringungen alle, kurzum: den Menschheitsinbegriff Kultur, auf deren innere Entstehungsbedingungen hin im Spannungsfeld zwischen Kritik und Legitimation, krisishaft demnach, nachzuschreiben.
Diese generischen Binnenkonditionen können selbst keine historisch faktischen und/oder (proto)wissenschaftlichen sein, insofern sie als solche die genealogische Nachfrage sogleich wiederum provozierten."
Rückstände. Späte Texteleidensreparationen, 89
Genealogica Bd. 53. Essen: Die Blaue Eule. 2016