Die Haut ist Grenze von Innen und Außen, ein Veräußerungs- und Übergangsorgan. Entäußert wird Schuld, die bei Hautkrankheiten im Übergang hängenbleibt. Ziel der Veräußerung ist die Selbstreinigung, deren Phantasma die Schuldfreiheit ist.
"Hautsymptome (...) bezeugen gravierende Probleme der doublierend dinglichen Selbstveräußerung, die purgierend exkulpative Selbstalienation bleibt im übergängigen Austrittslokal stecken, breitet ebendort sich flächig, vor dem Spiegelbild fliehend, symptomatisch aus. Solche Halbwegseinbehaltung/Halbwegselimination wirkt, aggressionsprovokant, nicht eben unaggressiv ("Feuermeldergesicht"!), macht den dermatogischen Patienten zu einer daherwandelnden auflauernd sichzurücknehmenden Bombe." [zum Beispiel eines Ekzems im Gesicht]
Revival 3. Selbsterkundungen - wider die Epigonen der Pathognostik, 110f.
Genealogica Bd. 58. Essen: Die Blaue Eule. 2017