Sucht ist Sehnsucht nach Aufhebung der Differenzen – des Mangels, der Trennung, des Hungers –, Einswerden mit den Objekten des Begehrens.
"Primär süchtig sind die Medien selbst als solche (...), und die Süchte der Körper entsprechend nachgeordnete Kopien der orginaliter vorangehenden der Dinge selbst: die besagte, deplazierte, kausal nicht darstellbare Mimetik.
Sucht - was heißt das? Die Absolutheitsintimität; der Gottesstatus, aller Mangel/»Seinsmangel« indizierenden Differenzen ledig zu sein, versammelt: des Basisdefizits der Zeitlichkeit, also des Todes."
Kritische Einlassungen zur aktuellen Medienkultur philosophischerseits; in: Pathognostische Studien VII, 72
Genealogica Bd. 31. Essen: Die Blaue Eule. 2002