Alles hat seinen Preis, alles muss man bezahlen: darin manifestiert sich ein Schuldverhältnis. Mit Geld wird in Gestalt des Opfers die Schuld der Produktion beglichen.
"In quasi ontologischem (vs. ontischem) Verstande (Psychoanalysephilosophie vs. Ökonomie) mahnt Geld die Differenz überhaupt an: daß alles etwas kostet, daß alles seinen Preis hat, kurzum: die Universalität des Opfers. Damit zugleich die Gewalt und die Schuld, die im Opfer eo ipso beschlossen liegt - Geld demnach als Beschuldung: indiziert ebenso das Schuldverhältnis überhaupt. Und dies - positiv/aktiv (siehe Kprophagie, und davor schon das exkrementale Tun) - im Sinne der Exekution dieser Kriterien: des Einlösen-, Begleichen-, Zahlen-, Kaufen-könnens."
Geld als Exkrementalsymbol; in: Retro III, 266
Genealogica Bd. 37. Essen: Die Blaue Eule. 2006