Mit dem Erwachen zerfällt die Traumrepräsentativität, was tödlich wäre, träte nicht an ihre Stelle der Bezug zur Welt, zu den Dingen, - ein Derivat des Tiefschlafs.
"Das bedrängenste Theoriedesiderat aber, es ist das Wachen, der Tag. Jedenfalls verliefe das Erwachen in dieses Wachen hinein tödlich, wenn sich dem drohenden Wachen-Wachen (der unaufhörlichen Vigilanz, der absoluten Kontinuität, der »unsterblichen Seele«) nicht auf der Stelle, wie einfangend, rückbindend, limitierend die Realie der Weltausfällung beigäbe; Welt, Menschwelt, Kultur, im Zustand der Umhüllung. Verdeckung (Epikalypse), des Tautologiestatus derselben - alles ist nur, was es ist, und sonst nichts. So das Initial des ordentlichen Repräsentationsverhältnisses, in dem sich der Tiefschlaf als Dinglichkeit unmöglicherweise gleichwohl re-präsentiert, verschoben, entstellt sich darstellt."
Rund um die Uhr. Gedanken zu Kontinuität und Bruch in Schlafen, Träumen sowie Wachen; in: Retro III, 50f.
Genealogica Bd. 37. Essen: Die Blaue Eule. 2006
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