Die Übertragung erzeugt eine Asymmetrie, in der der Analytiker/die Analytikerin eine entschuldende Vergöttlichung erfährt. Dieser entspricht das über sich selbst verfügende Ich als Ziel des psychoanalytischen Verfahrens.
"Die orthodoxe Handhabung der Übertragung besteht in einer Art von paranoischer Sprachimperativität. Die Chancen sind nämlich fast gleich null, daß der Analytiker nicht doch seine prekäre Apotheose erfährt: als »Person«, wie man das ausdrückt, muß er schuldabsorbierenden Dingstatus annehmen, ein heilig sprechend Ding sein."
Dialogue Interieur über Pathognostik versus Psychoanalyse; in: KAUM. Halbjahresschrift für Pathognostik 4, 19
Wetzlar. Büchse der Pandora. 1987