In der Neurose ist das anhaftende Dingphantasma unsichtbar verhüllt, in der Perversion sichtbar verhüllt, in der Psychose sind Hülle und Verhülltes eins und gehen ineinander über.
"Die Psychopathologien lassen sich nicht weniger, schambezogen, durch das Schema Hülle versus Umhülltes differenzieren. Im Falle der Neurose soll die intime Viskosität mit dem Dingphantasma peremptorisch verhüllt sein, die Haut um das Dingarkanum, die untransparente Epikalypse darf nimmer reißen. Im Falle der Perversionen hingegen ist die Hülle transparent. In ihrer Durchsichtigkeit bildet sie einzig noch den sanktionellen Halt des schamlos offenbaren Inneren, ist sanktionell wie opak. Und in der Psychose fusionieren/diskriminieren beide Elemente. Notorisch die durchgehend paranoische Position des Anderen, jenachdem - paradoxerweise müßte die Paranoiavalenz des Anderen bei der Neurose am stärksten sein."
Das Körper-Ding-Verhältnis als indisponibles Apriori; in: Metastasen, 42
Wien: Passagen Verlag. 1995