Der Traum ist eine symptomartige Selbstdarstellung des Repräsentationsvermögens bis hin zu seinem Scheitern im Übergang ins Wachen.
"Was man also von Träumen lernen kann? (...) Das humane Schicksal der Repräsentation, der Inbegriff unserer existenzialen Welthabe, steht auf dem Spiel. Indem es, Traum ja nur, den emergency ausmacht, nimmt es sich heraus, sich restlos offenzulegen, wie es ansonsten bloß Symptome, wenn man es so möchte, zu tun pflegen; symptomaffin eh, sofern ja selbst noch das Scheitern der somnialen Halluzination, finales Element derselben, geträumt zu werden vermag, zudem, geschickterweise, kaschiert und fremdversetzt, und freilich, wie immer, der metabasis eis allo genos ins katastrophische wie rettende Wachensregister überantwortet."
Abermals: Die Videofaszination; in: Pathognostische Interventionen IV, 215
Genealogica Bd. 25. Essen: Die Blaue Eule. 1998