Der Traum beschützt den Schlaf nach den zwei Seiten hin, die ihn bedrohen: der Tödlichkeit des Tiefschlafs, indem er den letalen Sog repräsentativ aufhält, und dem Aufwachen, indem er Außenreize traumimmanent abbildet.
"Weshalb dieses somnial scheiternd gelingend abbrechende Forcement an Schlafsustentation? Das weiß man doch?: »Unbewußt, höchste Lust« – desiderater Tribut, imaginär, an die Vorwelt der NREM-Inzesttotale, in ihrer sich aufgeilenden Tödlichkeit abgefangen in die rettend verlustige, mehr noch: allzeit höchst dialektische, Traum-Repräsentation, mit ihrer einen Jenseitsalternative des Wachzustands (vs. der anderen des NREM), paradoxal hermetisch geöffnet, und immer auch Traummimesen einbauend, wie ein in sich tautologisiertes Tiefschlafpendant mit seinen blöden, jedoch progredient adaptiv überaus notwendigen Augen."
Rückstände. Späte Texteleidensreparationen, 148f.
Genealogica Bd. 53. Essen: Die Blaue Eule. 2016