Spontaneität ist die Ignoranz gegenüber dem Anderen, letztlich seine Auslöschung, um das Phantasma der eigenen Absolutheit zu stützen.
"Im Register der Generationssexualität stellt der Inzest die zu Bruch gehende Überwertigkeit der Spontaneität dar: das göttliche Selbst-alles-sein, in den Count-down zum Tode umgeschlagen. Spontaneität decouvriert sich so als zutiefst kollapsisch ♂ homo-sexuell: letale Opferung des Anderen des Geschlechts, des sexuellen heteron, um des eigenen Bestandes, der Groteske seiner Absolutheit willen."
Pathophilosophische Einfälle ins rettende Desaster von Freiheit; in: Pathognostische Studien X, 215
Genealogica Bd. 43. Essen: Die Blaue Eule. 2010