Eros ist nicht Gegenspieler des Todestriebs sondern sein Helfer, indem er ihn aufschiebend nach außen wendet und in Repräsentativität und Gewalt verwandelt.
"Eros, Abgesandter des Todes, hat zur Pflicht, eine Lebensschleife in Thanatos' zynischer Allgewalt in der Art von rettend verderbenden Mystifikationen auszubilden, überhaupt und im besonderen. Sein Mittel dafür ist die Verführung zum Gewalterleiden und zur Gewaltausübung sowie a fortiori zur dinglichen Gewaltentäußerung, die sich selbst martialisch-destruktiv wiedereinholt.
Erosfunktionen:
- mimetische Todesparierung Todestrieb
- Seins(nichtungs)stattgabe überhaupt
- primär masochistische Euthanasie bei introjektiver Todesabwehr
- ursprünglich sadistische Gewaltverführung bei projektiver Todesabwehr
- kulturale Selbstverdinglichung."
Todestrieb. Programm einer Revision; in: Todesnäherungen, 40
Düsseldorf: Peras Verlag. 2007