Die Funktion der Dinge ist die Befreiung des Körpers von seiner Sterblichkeit. Diese wird von den Dingen absorbiert als ihre Waffenförmigkeit, die sich in ihrer Selbstzerstörung apokalyptisch erfüllt.
"Fällig wird, begründungstriftig, die Erhebung der üblicherweise kryptischen Dingfunktion jenseits der unvermeidlichen Zweckrationalität allen geregelten Gebrauchs. Es ist, namens existentialontologisch, die Funktion der Entschuldung (Schuldabsorption), der Entsühnung des korrupten sterblichen Menschkörpers, dessen erstes Purgatorium, dessen Therapiezurichtung au fond. Die fragliche »Waffenhaftigkeit der Dinge« ergibt sich immer dann wie von selbst, wenn deren Genealogie präzisierend abhebt auf die »projektive Identifikation« als Produktionsinbegriff: die Delegation meiner projektiv geflohenen Sterblichkeit an die derart erzeugten Dinge, die sich - der »Identifikations«rückhalt - eo ipso mit tödlicher Gewalt aufladen: eben zur »Waffenhaftigkeit aller Dinge«."
Pathognostisches Plakat: Von der Waffenhaftigkeit aller Dinge; in: Pathognostische Interventionen III, 171
Genealogica Bd. 56. Essen: Die Blaue Eule. 2016