Die Inzeste objektivieren sich in die Dinge, ihr inzestuöses Produktionsgeheimnis bleibt aber in sie eingeschlossen und droht mit der Selbstzerstörung der Dinge. Die Psychopathologien sind ein subjektiver Befall durch dieses dingimmanente Zerstörungspotenzial.
"Die Wundermetabasis der Inzeste, inbegrifflich des apostrophierten Letztinzests, in absolvente Dinglichkeit hinein setzt sich zwar als der große Befreiungsschlag namens materielle Kultur in Szene, schleppt jedoch in deren Arkanum, kryptisch, das Insgesamt der inzestuösen Unbilden, reifizierter Sprengstoff, weiterhin mit sich herum - und harrt so der martialischen Emanzipation. (Psycho)pathologie nun hält diesen terrorisierenden Wartestand (weshalb?) nicht aus, sieht sich gezwungen, vorsorglich auf Schutzsuche zu gehen, indem sie die Dinge, innerst, deren universelle Waffenhaftigkeit, anzapft, so tut, als ob sie bereits zerborsten wären, um sich ins fiction deren Explosionsdampfs einzuhüllen."
Dichtung und Wahrheit über den »Todestrieb«. Versuch einer Revision; in: Pathognostische Studien XI, 66
Genealogica Bd. 44 Essen: Die Blaue Eule. 2011