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Passagen
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
alles sein bei Selbsterhalt
Der Narzissmus ist die Indifferenz von Subjekt und Objekt, das Gefühl des Einssein mit allem, der Wunsch, alle Getrenntheit überwunden zu haben, die Sehnsucht nach dem göttlichen Zustand.
alles sein bei Selbsterhalt
"»Narzißmus« nämlich besagt in aller Triebhaftigkeit das Begehren, selbst Alles zu sein, in Allem, bei restlosem Selbsterhalt, aufzugehen, Alles sich zueigen zu machen, ohne Rückstand und Selbstverlust. Wahrlich der göttliche Zustand! (Wie singt im zweiten Akt Isolde? »..., selbst - dann/bin ich die Welt.« Aber das bedeutet doch eine Frau?? - Paradigma auch des Heldenödipus: Tristan: »Da er mich zeugt' und starb,/sie sterbend mich gebar« ...) - (...) Den »primären Narzißmus« charakterisiert die Indifferenz von Selbst und Objekt - fragt sich ob Fluch oder Segen... Und der »sekundäre Narzißmus« versucht, diesen ursprünglichen Zustand wiederherzustellen - siehe Kohuts »narzißtische Übertragungsformen«!"
Triebtheorie; in: Pathognostische Studien X, 26
Genealogica Bd. 43. Essen: Die Blaue Eule. 2010
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