Die Existenz des Menschen ist ausweglos: zerrissen zwischen Sehnsucht nach Erlösung und der hoffnungslosen Auslieferung an die eigene Sterblichkeit. Dieser Widerspruch lässt ihn scheitern und entfaltet sich als sein Zerstörungspotenzial.
"Wir sind uns selbst schier ungewachsen, hoffnungslos der Selbsterlösung harrend, dem Hiatus zwischen der großen Emergenz des Selbstbewußtseins, dem, wie gottesbeweislich, Sichwissendenwissen, und, unausweichlich kontradiktorisch, der tödlichen Sterblichkeitsschande – ratio essendi gar, on dit, jener, der humanen Erektion, wissenschaftsimperial materialistisch ungetröstet, zumal gewaltprovokant also alieniert –, der Weisheit allzeit vorletzter Schluß, restlos ausgeliefert."
Terrorismus-Theologumena und Manöverkritik; in: Pathognostische Interventionen I, 57
Genealogica Bd. 50. Essen: Die Blaue Eule. 2015
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