Die inzestuöse Anverwandlung des Essens als Aufhebung des Körpers wird gebrochen durch die Differenzierung von Körper und Ding aneinander, vermittelt über die Differenzausfällung der Exkremente, immer bedroht von der koprophagischen Rückaneignung.
"Nicht nicht kann Essen eucharistisch, sprich: toxikomanisch sein: paradoxerweise den Körper zu entkörperlichen trachten. Nur daß im durchschnittlichen Falle des Rückschlags dieser Letalität das Immaterialisierungstelos des Körpers sich zu den Dingen ausfällt dergestalt, daß sich Körper und Ding medienvermittelt aneinander kreieren: der rettende Vorübergang der exkrementalen Differenz reifikatorisch sich also wahrt; sich aber nur so zu wahren vermag, daß sie den Abstoß des Gegenteils des Kannibalismus, der Autophagie, der Koprophagie folgend voraussetzt; so weitgehend folgend voraussetzt, daß sich diese in sich selbst zurückziehenden Folgevoraussetzungen aus ihrer Einschluß-epoché in aller Tödlichkeit, letztmotivierend, allpathogen, immer ausbrechen können. Was aber immerdar heißt, daß mit dem Progreß der Kultur, bis hin zur prothetisiert medialen Substitution der Dinge durch »Bilder und Töne«, der Wildnis-Einschluß - Inzestuösitäten, Selbstkurzschlüsse - in der Dimension der Subsistenz zumal gleichermaßen anwachsen muß."
Binnen-Wildnis-Pseudologien. Über den Natürlichkeitsschein von Trieben, Träumen und ähnlichen Devianzen; in: Pathognostische Studien IV, 198f.
Genealogica Bd. 25. Essen: Die Blaue Eule. 1998