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Passagen
Indifferenz - Differenz \
traumatische Gedächtnisbildung
Das Trauma der Differenzerfahrung verbindet sich im Gedächtnis mit einer vorausgesetzten Indifferenz, die erst durch die Differenz erfahrbar wird. Das Gedächtnis ist dieses Zusammenspiel von Indifferenz und Differenz.
traumatische Gedächtnisbildung
"Was wird traumatisiert, wodurch und weshalb mit der Folge Gedächtnis? - Das Wodurch der Traumatisierung ist inbegrifflich die Erfahrung von Differenz. Das Was die vorhergehende Ausschreitung der Indifferenz - vorhergehend nicht in zeitlichem, vielmehr binnengenerativem Verstande: kein traumatisierendes Differenzerleben ohne die interne Unterstellung der gegenteiligen Indifferenz des so erzeugten Differenten, ebenso kein Indifferenzanhalt, der nicht sich am Grunde der im doppelten Sinne katastrophischen Differenzstatuierung befände. Weshalb aus der Indifferenz-fundierten Differenztraumatik aber Gedächtnis resultiert? Um der Konservation, des Zusammen- und Auseinanderhaltens willen, immer im Sinne der erotischen Vermittlung der Extreme der tödlichen Phantasmatik der Indifferenz und der ebenso tödlichen Traumatik der Differenz, als der Weile beider wechselseitigen produktiven Parierung."
Zur traumatologischen Gedächtniskonstitution im Ausgang von der Psychoanalyse I und II: in: Pathognostische Studien VI, 123f.
Genealogica Bd. 29 Essen: Die Blaue Eule. 2000
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